Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Lumpzig

Kirchgemeinde

Die Kirchgemeinde umfasst die Ortschaften Lumpzig, Braunshain, Großbraunshain und Hartha. Sie hat derzeit etwa 200 Mitglieder.

Gemeindekirchenrat

Dem Gemeindekirchenrat gehören in der aktuellen Wahlperiode an:

  • Petra Wegner, Hartha (Vorsitzende)
  • Pfr. Frau Marina Mönnich
  • Henning Gentsch, Hartha
  • Andreas Thieme, Lumpzig
  • Joachim Fritzsche, Großbraunshain

Kirchgebäude

Blick auf die Kirche von Süden
Blick auf die Kirche von Süden

Wann die erste Kirche in Lumpzig gegründet und erbaut wurde, ist unbekannt. Die Kirche stand am Anfang zwischen dem Rittergut und dem Pfarrgehöft. Sie war nur klein und hatte einen Turm auf der westlichen Seite. Die Chroniken wissen zu berichten, dass diese alte Lumpziger Kirche 1620/21 und 1684/85 grundlegend umgebaut und renoviert wurde. Sie stand bis zum 8. August 1802, als gegen 17.00 Uhr während eines Gewitters ein Blitz die Scheunen des Ritterguts in Flammen setzte. Das um sich greifende Feuer zerstörte auch die alte Kirche.

Blick auf den Turm von Westen
Blick auf den Turm von Westen

27 Jahre blieb die Kirche in Trümmern liegen. Während dieser Zeit wurde der Gottesdienst in der Kirche zu Braunshain gehalten. Als die ebenfalls alte Kirche in Braunshain wegen Baufälligkeit im Januar 1829 abgetragen wurde – bis heute ist an dieser Stelle der Friedhof –, gingen die Gemeindeglieder zeitweise in die Kirche nach Dobitschen zum Gottesdienst.

 

Nun aber wurde eine neue Kirche gebaut, die bis heute das Ortsbild von Lumpzig prägt. Diese neue Kirche wurde in einiger Entfernung vom Dorf auf einem Platz errichtet, den der damalige Kirchenpatron aus seinem Besitz der Kirchgemeinde geschenkt hatte.

Schlussstein in der Vorhalle
Schlussstein in der Vorhalle

Die Pläne für den Bau stammten von dem berühmten Baumeisters Albert Geutebrück (1801–1868). Stilistische sind in ungewöhnlicher Weise klassizistische mit neogotischen Elementen verbunden. Die Kirchgemeinde brachte für den Bau damals selbst die stattliche Summe von 7000 Talern auf. Auch der Kirchenpatron stiftete noch dazu.

 

Für den Bau wurden auch Steine von den Ruinen der Lumpziger und der Braunshainer Kirche verwendet. Auch der in der Vorhalle eingemauerte Schlussstein mit dem Wappen der Herren von Zweitschen stammt aus der abgebrochenen alten Braunshainer Kirche.

Blick zum Altar
Blick zum Altar

Am 21. November 1830 wurde die Kirche durch den Altenburger Generalsuperintendenten Johann Karl Georg Pflug eingeweiht. Der auf der Westseite stehende viereckige Turm hat eine platte Bedachung, auf die man hinaustreten kann und von dort eine bemerkenswerte Aussicht genießen kann.

 

An der Ausstattung besonders bemerkenswert ist ein gotischer Altarschrein aus der abgebrochenen Kirche in Braunshain, der während der Amtszeit von Pfarrer Zunkel in Dresden restauriert und aufgestellt werden konnte.

Galerie mit historischen Ansichten