Text:Lutherbibel, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart - Grafik: © GemeindebriefDruckerei

Neuigkeiten aus dem Kirchspiel 


 Herzliche Einladung zu unseren Gottesdiensten

Monatspruch für November

Der Herr aber richte eure Herzen aus auf die Liebe Gottes und auf das Warten auf Christus. 2 Thess 3,5 

 

 

Sonntag,07. November 2021

10.30 Uhr Gottesdienst in Mehna (Köhler) 

 

Mittwoch, 17. November 2021 

18.00 Uhr Buß- und Bettag, Gottesdienst in Dobitschen (Pfr. Sorge)

 

Sonntag, 21.November 2021 Ewigkeitssonntag

09.00 Uhr Gottesdienst gemeinsam für Dobitschen und Lumpzig in Lumpzig (Schmieder)

09.00 Uhr Gottesdienst in Großröda (Köhler)

10.30 Uhr Gottesdienst in Göllnitz (Schmieder)                                                                                  10.30 Uhr Gottesdienst in Dobraschütz 

 

Sonntag, 28.November 2021

17.00 Uhr Adventssingen in der Kirche zu Dobitschen

 

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03. November 2021 18.00 Uhr Bibelabend im Pfarramt Dobitschen (Pfr. Bachmann)

 

12. November2021  15.00 Uhr Gemeindenachmittag 

Für alle Termine bleiben Änderungen vorbehalten. Bitte aktuelle Aushänge beachten! 



Krippenspiel 2021 in Dobitschen und Lumpzig

Für das diesjährige Krippenspiel am Heiligen Abend werden kleine und große Mitspieler gesucht. Nähere Informationen erhalten Sie im Pfarramt Dobitschen Bahnhofstr. 17, 04626 Dobitschen.


Besuch aus dem Salzburger Land

Angehörige gedachten ihres gefallenen Onkels

Von Volker Thurm

 

 

 

Großröda/Neuposa. Am Dienstag, dem 26. Oktober 2021 besuchten die Angehörigen von Johann Schwaiger das Altenburger Land. Sie hatten zuvor eine fast sechsstündige Autofahrt hinter sich. Am Morgen waren sie in Saalfelden im Salzburger Land (Österreich) los gefahren. In Altenburg hatten sie sich ein schönes Quartier gesucht sowie die Stadt erforscht und bewundert.

Der folgende Tag wurde nun dem Gedenken des mit nur 18 Jahren gefallenen ehemaligen Luftwaffenhelfers gewidmet. Die Gäste aus dem Salzburger Land waren schon kurz nach 13 Uhr auf dem Friedhof erschienen und hatten Blumen niedergelegt und ihre mitgebrachten Kerzen angezündet.

Gegen 14 Uhr begann dann in kleiner Runde eine Gedenkmesse auf dem Friedhof. Pfarrer Stefan Thiel vollzog die Segnung der Soldatengräber.

Anschließend fuhren die Hinterbliebenen nach Neuposa. Dort besuchten sie die Ausstellung im ehemaligen Wasserturm sowie den Gedenkstein für die Gefallenen des 2. Weltkrieges. Danach ging die Reise weiter auf das Gelände der ehemaligen Flakstellung Nißma. Dort schauten sie sich den Gedenkstein für die Opfer der Flakstellung an und ließen sich die Ereignisse im April 1945 ausführlich erklären.

Bei einem gemütlichen Beisammensein in der Begegnungsstätte Neuposa endete dann gegen 17 Uhr der Gedenkbesuch und die Gäste fuhren wieder nach Altenburg.

Die 19 Soldatengräber auf dem Großrödaer Friedhof erinnern an ein ganz düsteres Kapitel unserer unserer Heimatgeschichte. Der ehemalige Luftwaffenhelfer Gerhard Richter aus dem Rheinland erinnerte sich: „Am Freitag, den 13. April 1945 wurde Panzeralarm ausgelöst. In der Flakstellung Nißma befanden sich zu dieser Zeit nur noch 31 intakte Geschütze, die jetzt den Kampf mit den anrückenden amerikanischen Truppen aufnahmen.“

Am Sonnabend begann der amerikanische Artilleriebeschuss durch Feldhaubitzen aus Richtung Kayna und Ölsen. Er endete erst gegen 21 Uhr, als es dunkel wurde.

Am Sonntagmorgen erfolgte weiterer amerikanischer Artilleriebeschuss. Fast jede Granate war jetzt ein Volltreffer. Dann schwiegen die amerikanischen Feldhaubitzen. Plötzlich kamen drei amerikanische Jabos im Sturzflug über der Stellung herunter bombardierten und schossen die Flakstellung nun sturmreif.

Kurz vor Mittag nahmen dann die Amerikaner die Stellung ein und führten die übrig gebliebene Flak-Besatzung in die Kriegsgefangenschaft.

Die Gefallenen der Großbatterie Nißma wurden am 17. April 1945 mit amerikanischer Genehmigung von Anwohnern geborgen und auf den Friedhöfen in Großröda und Nißma gebracht. Dort wurden sie im Beisein des evangelischen Ortspfarrers sowie des katholischen Pfarrers aus Zipsendorf kirchlich beigesetzt. Einfache Holzkreuze mit Namensschild sowie aufgelegtem Stahlhelm markierten anfangs die Gräber der Gefallenen. Erst Ende der 50er Jahre wurden die mit den Jahren stark verwitterten Holzkreuze durch die jetzigen Sandsteingrabsteine ersetzt. Diese wurden vom Kaynaer Bildhauer Alfred Späte entworfen und angefertigt.


Dankeschön!

 

Auf die Kameraden der Feuerwehr ist Verlass!

Donnerstag, 21.10.21, in den Nachmittagsstunden klingelt das Telefon, der Bürgermeister ist dran. Mein erster Gedanke: es ist etwas passiert. An diesem Tag tobte der erste Herbststurm über´s Land. Die rechte Linde am Friedhofseingang drohte zu zerbersten. Es war Gefahr in Verzug. Es musste gehandelt werden. Mit Zustimmung der Kirchgemeinde wurde Alarm ausgelöst und die Feuerwehr Schmölln mit der Drehleiter um Unterstützung gebeten, denn es galt den Baum von oben her abzutragen, damit der untere Teil des Stammes entlastet wird. Die Aktion begann im Hellen und dauerte bis ca. 21.00 Uhr. Einsetzender Regen machte das Ganze nicht leichter. Ein Rundruf an alle Vereine konnte noch einige Helfer zusätzlich aktivieren. So konnte zügig die Straße und der Friedhofseingang beräumt werden.

 

Der Gemeindekirchenrat und die Kirchgemeinde Dobitschen bedanken sich für die tatkräftige Unterstützung und unkomplizierte Hilfestellung bei der Freiwilligen Feuerwehr Schmölln mit den drei vor Ort wirkenden Kameraden, den zuverlässigen Kameraden der Feuerwehr Dobitschen, dem Bürgermeister Bernd Franke, dem Gemeindearbeiter Steffen Meuche, Herrn Jorg Dennler, dem Landwirtschaftsbetrieb Andreas Kluge, dem Landschaftspflegeverband Altenburger Land und allen anderen fleißigen Helferlein.

 

 

R. Hering Gemeindekirchenrat


Irish Folk in der Kirche Großröda

Konzert Tim O’Shea und Cat Henselmann in der Kirche Großröda

 

Eine Anfrage in Frühjahr erreichte die Kirchgemeinde Dobraschütz. Tim O’Shea geht im Herbst auf Tour und möchte gern wieder in der Kirche Dobraschütz spielen. Da haben wir – trotz unsicherer Auflagen wegen Corona – gern zugesagt. Und auch gleich einen Plan B im Kopf gehabt.

Das dieser notwendig wurde, zeigte sich schnell, als die Vorbereitungen des Konzerts angegangen wurden. In Dobraschütz hätten nicht einmal 45 Besucher das Konzert genießen dürfen. So fragen wir bei der Kirchgemeinde Großröda an, die sofort und gern einsprang. Das Hygienekonzept sah, mit allgemeinen Hygieneregeln, eine Kapazität von 168 Besuchern vor.

So gingen wir in die Vorbereitung, fragten beim Feuerwehrverein Großröda an und bekamen von allen Seiten sofort eine große Unterstützung. Auch die Nachfrage nach Karten war vom ersten Tag an sehr groß, man merkte die Freude, dass die Zeit des Nichtstattfindens ein Ende hat.

Dank der Helfer, mit denen wir zusammen die Kirche schmückten, dank des Feuerwehrvereins, die mit Zelt und Tresen vor der Kirche für Essen und Trinken sorgten konnte ein schöner Freitagabend starten. Tim O’Shea und Cat Henselmann staunten nicht schlecht und waren mehr als bereit in einer „vollen“ Kirche vor einem freudig erregten Publikum zu spielen. Sie gaben alles und schafften es in kürzester Zeit alle in den Bann zu ziehen und zum Schluss mit stehenden Ovationen verabschiedet zu werden.

Danke den vielen, vielen Helfern, ohne euch wäre es nicht ein so toller und noch lange in Erinnerung bleibender Abend geworden.

Ein weiterer Dank zu Schluss: Die Kirchgemeinde plant die Sanierung der Außenfassade der Kirche Großröda in naher Zukunft. Dafür spendete der Feuerwehrverein Großröda einen großen Teils der Einnahmen. Eine tolle Geste, zeigt sie doch auch, dass die Kirche wirklich positiv zum Dorf gehört.

 

Ralf Neuber



Benefizveranstaltung zu Gunsten der Soldatengräber  

Volker Thurm und Tina Müller  Foto: Enrico Frank
Volker Thurm und Tina Müller Foto: Enrico Frank

 

Großröda. Am Donnerstag, dem 16. September 2021 fand in Großröda eine Benefizveranstaltung zu Gunsten der Neubepflanzung der Flak-Soldatengräber statt. Gegen 15 Uhr trafen sich ca. zwei Dutzend Heimatfreunde aus nah und fern vor der Pfarre zu Großröda.

Der Heimatforscher Volker Thurm hielt in der Kirche einen Vortrag über die Ereignisse in der Flakstellung Nißma in den Jahren 1944 bis 1945 und die damit verbundenen zahlreichen Schicksalsschläge für die Zivilbevölkerung in den benachbarten Orten. Es folgte dann ein gemütliches Beisammensein bei Kaffee und Kuchen sowie Unterhaltung in der Pfarre. Im Anschluss erfolgte noch eine kurzer Spaziergang zu den Flak-Soldatengräbern, wo Herr Thurm an Ort und Stelle noch einiges über die Gefallenen berichtete.

Auf Grund der sehr großen Nachfrage veröffentlichte nun der Würchwitzer Kleefestverein eine Nachauflage der drei Heimatbroschüren, die über das Kriegsgeschehen in der Flakstellung sowie in den dadurch gefährdeten Nachbardörfern berichten.

Die reichlich mit zeitgenössischen Fotos und Illustrationen bebilderten Heimathefte erzählen ausführlich über die Entwicklung und das tragische Ende der Flakstellung, die 1944 zum Schutz der BRABAG bei Zeitz sowie der Meuselwitzer HASAG, der DEA bei Rositz und des Hydrierwerkes bei Böhlen errichtet wurde. Fast 350 Zeitzeugen schilderten ihre Kindheits- und Jugenderlebnisse gegen Ende des 2. Weltkrieges. Die Broschüren sind ab sofort in der Buchhandlung Meuselwitz, der Schnuphase’schen Buchhandlung Altenburg, der Gutenberg Buchhandlung Zeitz sowie in der Tourist-Information Zeitz erhältlich.

 



Foto: Enrico Frank und Andreas Voitsch

Ein großes DANKESCHÖN an Andreas Mühle für den leckeren Kuchen!


Volker Thurm und die Kirchgemeinde Großröda sagen DANKESCHÖN!!


Verabschiedung von Pfarrerin Marina Mönnich am 22. August 2021


https://www.suptur-abg.de/evang-luth-kirchenkreis-altenburger-land/was-mir-fluegel-verleiht.html



2020

Weihnachtsbrief an die Gemeindeglieder 2020

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Weihnachtsbrief an KG Dobitschen 202
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Absage Reformationstagspilgern !!!

Liebe Pilgerfreunde,

mit großem Bedauern möchte ich Euch heute mitteilen, dass wir uns entschlossen haben, das traditionelle Pilgern am Reformationstag 31.10.2020 auf das nächste Jahr zu verschieben. Wir, dass Pfarramt Flemmingen und ich, hatten gehofft, dass sich die Corona-Situation entspannt. Aber das Gegenteil ist der Fall. Deshalb beten und hoffen wir, dass 2021 eine Verbesserung eintritt und wir wieder gemeinsam unterwegs sein können. Bis dahin wünsche ich Euch und Euren Familien alles Gute und vor allem Gesundheit.

Herzliche Pilgergrüße aus Wien sendet Euch Eure Arnhild


                                                                                                                   Dobitschen, 10. Juli 2020        

 

In  eigener Sache:  Warum finden keine Gottesdienste in den umliegenden Dörfern unsres Kirchspiels statt? 

                                Liebe Gemeindeglieder von Dobitschen und Umgebung! 

 

In der letzten Woche wurde ich "verstärkt" angefragt, warum (noch) keine Gottesdienste in unsren umliegenden Dorfkirchen stattfinden. Es sinkt  - so scheint mir - zur Zeit  das Verständnis für das Corona- Schutzkonzept, weil andernorts wieder verschiedene Veranstaltungen angeboten werden, weil es verschiedene  "Lockerungen" gibt und weil natürlich das Bedürfnis bei Euch groß ist, sich wiederzusehen und  miteinander wieder Gemeinschaft erleben zu dürfen. Die Regelungen unsrer Landeskirche sind aber   weiterhin "streng" und unbedingt dementsprechend einzuhalten. Das heisst: alle  Veranstaltungen für   Senioren sind weiterhin verbotendas Singen im Gottesdienst ist weiterhin verboten. Das heisst: Wir müssen auch  weiterhin mit diesen Einschränkungen leben und kein Mensch weiss, wie lange wir das noch aushalten müssen.  Ich bitte Euch herzlich, zu bedenken, dass die

Gesundheit von uns allen ein kostbares Gut ist, dessen wir uns manchmal erst dann bewusst werden, wenn der Krankheitsfall eingetreten ist.

Wir sollten also verantwortlich handeln - um unserer  selbst willen, um der anderen willen. 

Wenn "Corona"  bei uns in den Kirchgemeinden auftritt und nachgewiesen wird, dass es sich um eine 

Infektionskette handelt aufgrund eines gehaltenen Gottesdienstes, wurde ich als kirchliche Mitarbeiterin  darauf aufmerksam gemacht, dass  k e i n e  kirchliche Versicherung für Haftungsschäden in diesem Fall für

uns eintritt. Daher bitte ich um Verständnis, dass ich angehalten bin, mich an die geltenden Bestimmungen streng zu halten. 

In der Losung für den morgigen Tag heisst es: Der Herr wird seinem Volk Kraft geben. (Psalm 29, 11)

Mir wird in dieser schwierigen Zeit bewusst, dass es nicht meine eigene Kraft ist, auf die ich immer setzen und vertrauen kann. Manchmal ist es "zu Ende" mit der eigenen Kraft, dann reicht sie eben nicht mehr, um zu leben und bestimmte Dinge zu tun oder zu erleiden. Es ist diese Kraft eines Größeren, eines Höheren, oder einfacher ausgedrückt: es ist die Kraft unsres Herrn, Jesus Christus, die mir zur Kraftquelle werden kann und wird - wenn ich denn meinen Stolz überwinde und mich in seine Arme werfe ....       Ich wünsche Euch, dass Ihr  Euch daran erinnert und darauf fest vertraut: Der Herr will uns Kraft geben, alles zu überwinden, was sich uns in den Weg stellt. Lasst uns darauf fest vertrauen! 

Eure M. Mönnich, Pfrn.


                        Herzliche Einladung zur Andacht jeden Sonntag im Monat Juli 2020 

                                  immer  um  10.30 Uhr  im Pfarrgarten Dobitschen  - 

  bei  schlechtem Wetter weichen wir in die Kirche aus. 

  Der eigene  Mund- und Nasenschutz ist mitzubringen. 

  Es besteht die Möglichkeit, die Hände beim Betreten und Verlassen des Pfarrgartens  bzw.  der Kirche 

  zu desinfizieren. Die Besucher werden gebeten, sich an das bestehende Schutzkonzept zu halten, den

 Mindestabstand von 1, 50  Metern einzuhalten und jeglichen Kontakt mit Klinken, Handläufen, Zetteln 

 etc. zu vermeiden. Im Pfarrgarten besteht die "Einbahnstraße": der Eingang ist die Pfarrhaustür, als 

 Ausgang ist die Hoftür zu nehmen. Die Teilnehmer werden gebeten, sich in die Teilnehmerliste, die im

 Pfarrbüro ausliegt, einzutragen. Diese Teilnehmerlisten werden zu keinem weiteren Zweck verwendet und 

 nach 4 Wochen Verwahrung vernichtet, außer das Gesundheitsamt verlangt Auskünfte, um eine Infektions-

 kette abzuklären. Auf das Singen im Gottesdienst wird weitgehend verzichtet - aufgrund erhöhter   Ansteckungsgefahr und aufgrund der ausdrücklichen Handlungsanweisungen unserer Landeskirche. 

 Ich bitte nachdrücklich um Verständnis für diese Regelungen 

 und weiterhin um Eure Geduld, 

 Eure M. Mönnich, Pfrn. 


Himmelfahrt, 21. Mai 2020 - Andacht im Pfarrgarten Dobitschen

Bild: Andreas Mühle


Gottesdienst unter Corona Bedingungen

Am Sonntag, dem 03. Mai 2020 durften die Gemeindeglieder und ich erstmals - nach einer langen Pause seit Mitte März d. J. - uns zum Gottesdienst versammeln. Die Ordnung ist für uns alle noch gewöhnungsbedürftig: Wir haben uns entschieden, aus Sicherheitsgründen auch zukünftig die Andacht jeden Sonntag im Pfarrgarten unter freiem Himmel zu halten. Die Stühle der Besucher befinden sich im Abstand von mind. 1, 5  bis  2 Metern; Mund- und Nasenschutz ist - auch im Freien - zu empfehlen. Während der so stattfindenden Andacht wurde auf das gemeinsame Singen verzichtet, statt dessen gab es zwei Musikaufnahmen "vom Band" zu hören. Weil das Infektionsrisiko mit Länge der Veranstaltung steigt, beschränken wir uns auf die Dauer von 30 Minuten. Auch ungewohnt war und ist das Führen einer Teilnehmerliste, die 4 Wochen lang aufbewahrt werden muss, falls Nachfragen vom Gesundheitsamt kommen; danach werden diese Listen zu keinem weiteren Zweck genutzt und nach der vorgegebenden Frist vernichtet. Ungewohnt ist auch die "Einbahnstraße":  als Eingang dient die Pfarrhaustür, die offen gehalten wird; danach betreten die Teilnehmer einzeln das Büro, um sich einzutragen in die Teilnehmerliste (möglichst mit eigenem, mitgebrachten Stift), danach geht man durch den Flur in den Garten hinein. Als Ausgang dient die Hoftür, die ebenso während der gesamten Zeit offen gehalten wird, so dass jeglicher Kontakt mit Türklinken vermieden werden kann. Das erfordert ein gewisses Maß an größerer Vorbereitung und Mitdenken bei allen Anwesenden, aber der erste Gottesdienst wurde von 26 Gästen besucht und zeigt damit eindrücklich, dass das Bedürfnis in unsrem Kirchspiel bei vielen groß ist, das Wort Gottes wieder in der Gemeinschaft hören zu wollen. Das Läuten zum Eingang hörten wir auf neue Weise, manch Eine wurde erinnert an den früheren gemeinsamen Gottesdienst am Himmelfahrtstag, der so oft im Freien stattfand .... und der schöne Sonnenschein mit Fliederduft und Vogelgesang verwöhnten uns auf eine ganz eigene Weise, so empfand ich es. Hoffen wir auf gutes Wetter auch am nächsten Sonntag, 10. Mai 2020. Ihr seid herzlich eingeladen!

Eure M. Mönnich, Pfrn.  

Bilder: Andreas Mühle



Osterfest 2020 von Superintendentin, Dr. Kerstin Jahn


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 Liebe Gemeindeglieder! 

 

"Haben Sie nun Langeweile?" So wurde ich gefragt - in einer Arztpraxis, vor wenigen Tagen.... Die Arzthelferin hatte es im Blick, dass keine Gottesdienste und keine anderen Gemeindeveranstaltungen mehr stattfinden dürfen - hier in Thüringen - wie auch anderswo überall in Deutschland....

Ich gehe in einen Supermarkt und stehe vor - teilweise - leeren Regalen, ich schaue in die Tiefkühltruhen, und auch diese sind leer. Abstand ist einzuhalten - vor den Kassen - und ich denke, das Positive daran ist, dass nun nicht mehr die Gefahr besteht, den Wagen des nachfolgenden Kunden in die Fersen geschoben zu bekommen....

Die großen Kirchen in Deutschland laden ein: zum Gebet beim Glockenläuten,

in den Städten, z. B. in Hannover, wird nun geläutet: um 8 Uhr, um 12 Uhr und um 18 Uhr. In Köln werden täglich um 19 Uhr die Kirchglocken geläutet, und in Dobitschen halten wir es ebenso: ein Abendläuten um 19 Uhr, das zum persönlichen Gebet im eigenen Zuhause einlädt. An anderen Orten sind zu derselben Zeit Christinnen und Christen eingeladen, das Wohnungsfenster zu öffnen, oder auf den eigenen Balkon zu treten und jeden Abend ein Abendlied anzustimmen, Bläser sind eingeladen, jeden Sonntag sich - mit ordentlichem Abstand zueinander - in kleinen Gruppen vor der eigenen Kirche einzufinden und zwei oder drei Choräle zu blasen. In der Lutherstadt Eisleben sind Gemeindeglieder eingeladen, in die Natur zu gehen und Ostersteine zu sammeln, diese zu bemalen oder mit einem Mutmachwort aus der Bibel zu beschriften und an verschiedenen Orten abzulegen, wo wiederum andere sie anschauen oder lesen können - zur Ermutigung in dieser - für uns alle - schwierigen Zeit. Die Corona-Pandemie hat uns Europäer - nein, wir müssen sogar sagen: uns Erdbewohner*innen - fest im Griff. Und trotzdem fällt es mir schwer, dies so hinzu-nehmen; aber wenn wir die Nachrichten im Fernsehen verfolgen, hat scheinbar unsre ganze Gesellschaft damit Schwierigkeiten: Wir sind ja noch nicht "lange in der Krise", da erheben sich schon Diskussionen, wie die Wirtschaft in Deutschland wieder "hochgefahren" werden kann!? Kann das ernstgemeint sein? So sehr wir Deutschen gern arbeiten, aber die Gesundheit aller sollte doch an erster Stelle stehen, oder nicht?

 

Auch ich als Pfarrerin fühle mich zur Zeit irgendwie aufs Aufstellgleis geschoben.

Es ist schon eine nie da gewesene Situation, die jetzt auszuhalten ist - mit allen Höhen und Tiefen. Wir haben vielleicht Sorge um unsre Lieben, dass sie nicht infiziert werden, wir möchten an bestimmten Dingen weiterarbeiten, aber das geht

nicht. Die Aufgaben auf dem Schreibtisch: auch diese müssen "warten".... Und dann Ostern: so viele Jahre schon haben wir als Kirchgemeinden Gründonnerstag und Karfreitag und dann das Osterfest gemeinsam begangen, mit Gottesdiensten das Leben der Gemeindeglieder begleitet; die Gottesdienste und der gemeinsame Gesang haben mich getröstet, das Wort Gottes hat seine Kraft entfaltet, so empfinde ich es zumindest .... Und in ganz besonderer Erinnerung ist mir das erste Osterfest, das ich hier in Dobitschen 2015 erlebt habe: Wie der Lutherraum sich immer mehr mit Menschen anfüllte - nachmittags kurz vor 14 Uhr - und wie noch Stühle dazu-

gebracht wurden, damit alle Besucher*innen einen Platz fanden. Zuletzt kamen die polnischen Arbeiter, die auf dem Obstgut im Nachbardorf arbeiteten, noch dazu ....

 

In diesem Jahr wird es nun anders zugehen: ich selbst werde "nur" eine Andacht

schreiben können, nur einen Gottesdienst hören oder sehen können - vor einem

Bildschirm. Mir wird bewusst, wie sehr wir von der Gemeinschaft leben, wie sehr

wir die Gemeinschaft und den anderen, die andere brauchen. Es ist diese Gemeinschaft, der Leib Christi, der uns eint, von dem Christen und Christinnen leben - ebenso wie das Wort Gottes, das nicht leer zu Gott zurückkehrt, wo es verkündigt wird.

 

Und dann gibt es ja dieses Mutmach-Wort im Timotheus-Brief:

"Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit."

 

Und von diesem Wort möchte ich in diesen Wochen leben!

Und ich wünsche Euch dies, dass es auch für Euch zutrifft, dieses

Mutmach-Wort!

Gottes Segen sei mit Euch, meine Lieben, bis wir uns wiedersehen -

Eure M. Mönnich!      

                                                                                                                   Dobitschen, 27. März 2020


Großeinsatz auf den Friedhof Großröda am Samstag, den 01.02.20.

Bilder: Andreas Mühle


Soiree zum 300. Geburtstag Johann Friedrich Agricolas am 25.01.2020

Am Samstagnachmittag, 25. Januar 2020 versammelten sich  etwa 60 Gäste im Lutherraum im Pfarrhaus Dobitschen, um an den "ganz großen Sohn des Ortes Dobitschen" zu gedenken, nämlich "unser" Johann Friedrich Agricola war am 04. Januar 2020 genau 300 Jahre alt geworden, und diese Geburtstagsparty mussten wir gebührend feiern. Nach der Einstimmung mit einem Musikstück von Telemann am Flügel, gespielt vom Trio Varius aus Meuselwitz, begrüßte Pfarrerin Mönnich die zahlreichen Besucher. Fr. Bärbel Berkholz hielt einen Vortrag über das Leben dieses großen Musikers, zwischendurch wurden wir mit den Klängen der Musik "unsrer Hausmusiker", wie man das Trio Varius unter der Leitung von Odette Linke nennen kann, verwöhnt. Gedichte,  die u. a. auch von Lessing stammten, wurden vorgetragen. Schließlich konnten wir den Geburtstag Agricolas noch "begießen" mit Kaffee, Tee, Wein und oder Sekt und Snacks, jeder und jede, wie er und sie

mochte. Die Unterhaltung wurde genossen und hielt eine ganze Weile an - und am Ende sagten die Ehrenamtlichen des Geschichtsvereins und der Kirchengemeinde Dobitschen: Die Mühe hat sich wieder einmal gelohnt, war es doch ein besonders schöner Nachmittag mit Johann Friedrich, auch wenn er "nur im Geist" bei uns war..... ! 

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Bilder: Andreas Mühle